🎗️ Weltkrebstag im Februar

31. Jänner 2026

Der 4. Februar ist jedes Jahr Weltkrebstag – ein Tag, der uns daran erinnert, wie wichtig Aufklärung, Vorsorge und vor allem auch Prävention sind.
Und auch wenn das Thema Krebs für viele schwer ist: Es steckt gleichzeitig unglaublich viel Hoffnung darin. Denn ein großer Teil dessen, was unser Risiko beeinflusst, liegt in unserem Alltag – in kleinen Entscheidungen, die wir immer wieder treffen können.

Eine davon ist besonders kraftvoll: Bewegung.

In diesem Artikel schauen wir uns zwei Dinge an, die perfekt zusammenpassen – und die wir bei Mrs.Sporty (und MyPelvi) in den Mittelpunkt stellen:

  1. Prävention: Wie regelmäßige Bewegung als Schutzfaktor wirken kann – und warum „heute anfangen“ mehr bringt als „perfekt sein“.
  2. Sensibel & hilfreich: Was Bewegung während und nach einer Krebserkrankung bewirken kann – ohne Überforderung, ohne Druck, aber mit Struktur.
    Und zusätzlich: Beckenboden-Training – warum es bei vielen Menschen (Frauen und Männern) gerade nach Behandlungen im Beckenbereich ein wichtiges Thema ist.

Wichtig: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn du aktuell in Behandlung bist, Nebenwirkungen hast oder unsicher bist, sprich bitte mit deinem Behandlungsteam (Ärztin/Arzt, Onkologie, Physio). Bewegung ist für viele Menschen sinnvoll – aber die richtige Dosis ist entscheidend.

Prävention: Bewegung als Schutzfaktor – du kannst heute etwas tun

Checking the time on my Apple Watch while running in the park

Wenn man „Prävention“ hört, denkt man oft an Verzicht oder strenge Regeln. Dabei geht es bei Prävention vor allem um eines: Risiken senken, Ressourcen stärken, Körper und Alltag stabiler machen.

Und hier ist Bewegung einer der stärksten Hebel, die wir haben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt körperliche Aktivität als wichtigen Faktor zur Vorbeugung und zum Management nichtübertragbarer Erkrankungen – darunter auch Krebs.
Auf ihrer Übersichtsseite nennt die WHO zudem, dass regelmäßige körperliche Aktivität das Risiko für viele Krebsarten reduzieren kann (im Bereich 8–28%).

Auch der World Cancer Research Fund (WCRF) hält fest: Es gibt starke Evidenz, dass körperliche Aktivität vor bestimmten Krebsarten schützt – insbesondere Darmkrebs, Brustkrebs (vor und nach den Wechseljahren) und Gebärmutterschleimhautkrebs.

Das bedeutet nicht: „Wenn ich Sport mache, bekomme ich keinen Krebs.“
Aber es bedeutet: Bewegung kann dein Risiko messbar senken – und gleichzeitig deine Gesundheit in vielen Bereichen verbessern.

Warum wirkt Bewegung ĂĽberhaupt?

Einfach gesagt: Bewegung bringt mehrere Systeme in Balance, die bei vielen Erkrankungen (auch Krebs) eine Rolle spielen – zum Beispiel:

Wenn du dir also im Februar – passend zum Weltkrebstag – eine Sache vornimmst, dann vielleicht diese:

Mehr Bewegung als SelbstfĂĽrsorge. Nicht als Strafe.

Wie viel Bewegung ist „gut“ – ohne dass es überfordert?

Viele glauben, man müsse dafür „Sportlerin“ sein. Muss man nicht.

Ein verbreiteter, gut etablierter Richtwert (fĂĽr Erwachsene allgemein) ist:

Und jetzt kommt das Entscheidende:
Du musst nicht bei 150 Minuten starten. Du darfst klein anfangen und steigern.

Gerade, wenn du lange nicht trainiert hast, gilt:

Bei Mrs.Sporty ist genau das eingebaut: kurze Einheiten, klare Struktur, persönliche Begleitung.

Warum Krafttraining für Prävention so wichtig ist (und oft unterschätzt wird)

Wenn Menschen an Prävention denken, denken sie oft an Ausdauer: Spazierengehen, Radfahren, Joggen. Alles super.

Aber: Krafttraining ist ein echter Gamechanger – gerade ab 35/40+, und besonders für Frauen.

Warum?

Und genau hier passt unser Konzept: Zirkeltraining/kräftigende Einheiten + alltagstaugliche Routinen.

Weltkrebstag – und der Gedanke „United by Unique“

Der Weltkrebstag steht aktuell unter dem Leitgedanken „United by Unique“ – also: Jeder Mensch, jede Geschichte, jede Situation ist individuell.

Das passt perfekt zu dem, was wir im Club jeden Tag sehen:

Prävention ist nicht „one size fits all“.
Sie ist: „Was ist dein nächster realistischer Schritt?“

Sensibel & hilfreich: Bewegung während/nach Krebs – was möglich ist

Middle aged Caucasian woman exercising indoors, holding dumbbell with outstretched arm, wearing sportswear, focusing on strength training, partial face visible, blurred background

Wenn du selbst betroffen bist oder jemanden nahen Menschen begleitest, ist oft eine Frage ganz präsent:

Darf man ĂĽberhaupt trainieren?
Soll man?
Und was, wenn man sich schwach fĂĽhlt?

Hier ist die gute Nachricht: Für viele Menschen mit Krebs oder nach Krebs ist Bewegung nicht nur möglich – sie kann Lebensqualität, Fitness und Funktion verbessern, wenn sie passend angepasst wird.

Ein häufig zitierter Referenzpunkt sind die Exercise Guidelines for Cancer Survivors, die u. a. auf dem ACSM-Roundtable basieren und zeigen: Viele Betroffene können sicher trainieren und profitieren davon (z. B. Fitness, Funktion, Fatigue, Lebensqualität).

Wichtig ist das „Wie“:

Was Bewegung in dieser Phase unterstĂĽtzen kann

Viele Menschen erleben während/nach Behandlung Themen wie:

Hier kann Bewegung (richtig dosiert) helfen, wieder Struktur und Stabilität aufzubauen – nicht als „Leistung“, sondern als Weg zurück in den Alltag.

Wie sieht „richtig dosiert“ aus? Ein alltagstauglicher Ansatz

Wenn du aktuell in Behandlung bist oder dich noch nicht stabil fühlst, ist „mehr“ nicht automatisch „besser“. Häufig ist ein Stufenmodell sinnvoll:

Stufe 1: Bewegung als Kreislauf- und Kopf-Hilfe

Stufe 2: Grundkraft & Stabilität zurückholen

Stufe 3: Ausdauer & Kraft kombinieren

Das Entscheidende ist: Du musst nicht sofort viel können. Du musst nur anfangen – passend.

Und genau da hilft Betreuung: weil niemand raten muss, ob es „zu viel“ ist.

Warnsignale: Wann unbedingt RĂĽcksprache sinnvoll ist

Bitte immer ärztlich/therapeutisch abklären (oder im Zweifel pausieren), wenn z. B.:

Bewegung ist oft hilfreich – aber Sicherheit geht vor.

Beckenboden & Krebs: Warum MyPelvi hier ein wichtiges Thema sein kann

Jetzt zu einem Bereich, der oft zu wenig angesprochen wird – obwohl er sehr viele betrifft:

Beckenboden, Blase, Darm, Sexualität, Stabilität im Rumpf.

Gerade bei Krebsbehandlungen im Beckenbereich (z. B. Prostata, Blase, Gebärmutter, Gebärmutterhals, Darm, Enddarm – oder auch nach pelvic radiotherapy) kann es zu Veränderungen kommen. In vielen Informationsmaterialien wird deshalb explizit empfohlen, Beckenboden-Übungen zu machen – korrekt angeleitet und regelmäßig.

Warum der Beckenboden so zentral ist

Der Beckenboden…

Frauen – häufige Themen

Männer – häufige Themen (z. B. nach Prostatabehandlung)

Viele seriöse Stellen betonen: Pelvic floor exercises können helfen, Urinverlust zu reduzieren bzw. Kontrolle zurückzuerlangen – und werden nach Prostatabehandlung häufig empfohlen.

Und auch nach pelviner Strahlentherapie wird Beckenbodentraining oft angeraten, idealerweise mit Anleitung durch Physio oder spezialisiertes Personal.

Was hat MyPelvi damit zu tun?

MyPelvi steht bei uns für ein modernes, diskretes Beckenboden-Angebot – und für ein Thema, das wir bewusst für Frauen und Männer öffnen möchten.

Wichtig ist:

Wie wir es im Club angehen (sensibel & sicher):

MyPelvi kann ein Baustein sein, um Beckenboden-Training leichter zugänglich zu machen – ergänzend zu Übungen, Anleitung und einem insgesamt stabilisierenden Training.

Wie Training bei Mrs.Sporty die Prävention ganzheitlich unterstützt

Wenn wir über Krebsprävention und Training sprechen, geht es nicht nur um „Kalorien“. Es geht um Gesundheit im Gesamtpaket:

âś… Kraft & Muskulatur

âś… Ausdauer & Kreislauf

âś… Gewicht & Stoffwechsel

✅ Mentale Stärke

✅ Beckenboden & Körpermitte (inkl. MyPelvi)

Und das alles in einem Umfeld, das nicht „Leistung“ in den Mittelpunkt stellt, sondern Machbarkeit.

Mini-Checkliste: Was du ab heute tun kannst (ohne Druck)

Wenn du dir im Februar – rund um den Weltkrebstag – etwas mitnehmen möchtest, dann vielleicht diese 7 Punkte:

Wenn Beckenboden ein Thema ist: sprich es an – du bist damit nicht allein.

Beweg dich täglich ein bisschen mehr (10 Minuten zählen).

Plane 2 feste Trainings-Termine pro Woche (wie Arzttermin – nur schöner).

Mach Krafttraining zum Standard (nicht nur Cardio).

Sitzzeiten unterbrechen (jede Stunde kurz aufstehen/gehen).

Achte auf Schlaf & Stress (Bewegung hilft dabei).

Nimm Vorsorgeangebote wahr (Screenings, Checks, Blutdruck etc.).

Weltkrebstag als Anlass – nicht für Angst, sondern für Handlung

Der Weltkrebstag ist kein Tag für Schuldgefühle. Er ist ein Tag, der uns erinnert: Wir können heute etwas tun.
Mit Bewegung, die zu unserem Leben passt. Mit einem Training, das uns stärkt. Mit Routinen, die nicht überfordern.

Und wenn du das Thema Beckenboden (MyPelvi) betrifft – ob als Frau oder Mann – dann gilt umso mehr: Du musst damit nicht allein bleiben.

Quellen

Weltkrebstag (Datum, Initiative UICC)

WHO: Nutzen körperlicher Aktivität, inkl. Risikoreduktion für viele Krebsarten

World Cancer Research Fund: Evidenz zu körperlicher Aktivität und reduziertem Risiko (Darm-, Brust-, Endometrium)

ACSM/Guidelines: Bewegung für Krebsüberlebende – Sicherheit und Nutzen (Fitness, Funktion, Lebensqualität)

Macmillan: Beckenboden-Ăśbungen und Hinweis bei pelviner Strahlentherapie

Cancer Research UK: Pelvic floor exercises können helfen, Urinverlust zu reduzieren