🥣 Fastenzeit startet heute: Fasten & Ernährung – aber bitte mit Nährstoffen

18. Feber 2026

Heute ist Aschermittwoch (18. Februar 2026) – und damit beginnt die Fastenzeit.
Für manche ist das ein religiöser Fixpunkt, für andere einfach ein willkommener Anlass, um nach den Winterwochen kurz innezuhalten: Was tut mir gut? Was möchte ich reduzieren? Wovon hätte ich gern mehr?

Und genau hier liegt die Chance: Fasten kann viel mehr sein als „weniger essen“.
Es kann ein Reset sein – für Gewohnheiten, für dein Bauchgefühl, für deinen Energiehaushalt. Aber (und das ist wichtig): Fasten funktioniert am besten, wenn du nicht nur weglässt, sondern gleichzeitig deinen Körper gut versorgst.

Denn: Wer „fastet“ und dabei zu wenig Eiweiß, zu wenig Mikronährstoffe oder zu wenig Flüssigkeit bekommt, landet schnell bei… Müdigkeit, Heißhunger, schlechter Laune und dem Gefühl: „Ich halte das sowieso nicht durch.“

Dieser Artikel zeigt dir daher einen alltagstauglichen Weg:
Fasten & Ernährung so, dass du dich dabei stärker fühlst – nicht schwächer.
Mit Fokus auf Nährstoffe, ohne Verbote, ohne Druck – und mit einem Blick darauf, wie Bewegung (z. B. bei Mrs.Sporty) dich in dieser Zeit unterstützen kann.


Fasten ist nicht automatisch „Diät“

Viele verbinden Fasten sofort mit Gewicht. Mit Kalorien. Mit Verzicht.

Dabei kann Fasten ganz unterschiedliche Bedeutungen haben:

Fasten ist am stärksten, wenn du es nicht als Strafe nutzt, sondern als Entscheidung:

„Ich mache Platz für das, was mir guttut.“

Und genau hier kommt Ernährung ins Spiel. Denn dein Körper braucht nicht weniger „Liebe“, nur weil du weniger „Zucker“ oder „Snacken“ möchtest. Im Gegenteil: Gerade dann braucht er oft bessere Versorgung.


Das Ziel: weniger „Leere“, mehr „Nährstoffe“

Wenn du in der Fastenzeit etwas verändern willst, dann hilft ein Perspektivwechsel:

Nicht: „Was darf ich nicht?“
Sondern: „Was will ich meinem Körper geben?“

Denn viele typische „Fasten-Fallen“ entstehen, weil wir nur weglassen – und nichts Sinnvolles nachlegen.

Beispiele:

Eine gute Fastenzeit ist nicht die, in der du dich durchkämpfst.
Sondern die, in der du dich klarer, leichter und stabiler fĂĽhlst.


Welche Fasten-Variante passt zu dir?

Es gibt nicht die eine „richtige“ Methode. Entscheidend ist: Was passt zu deinem Alltag – und zu deinem Körper?

Fasten ĂĽber Auswahl (fĂĽr die meisten am alltagstauglichsten)

Du fastest nicht „Essen“, sondern bestimmte Dinge:

Vorteil: Du bleibst gut versorgt und hast trotzdem einen klaren Fokus.

Intervallfasten (Essensfenster)

Ein moderater Einstieg ist oft:

Wichtig: Intervallfasten ist kein Muss – und nicht für jede Person ideal (z. B. bei Schwangerschaft, Essstörungen, bestimmten Stoffwechselerkrankungen). Wenn du unsicher bist: bitte medizinisch abklären.

„Add-in“-Fasten (mein Favorit für nachhaltige Veränderungen)

Du fastest etwas und fĂĽgst gleichzeitig etwas hinzu:

Das sorgt dafür, dass du dich nicht „leer“, sondern versorgt fühlst.


Nährstoffe: Was dein Körper in der Fastenzeit wirklich braucht

Fastenzeit ist oft auch Trainingszeit: Viele wollen sich mehr bewegen, wieder fitter werden, besser schlafen, mehr Energie haben.

Damit das klappt, braucht dein Körper die Basics – und zwar regelmäßig.

Eiweiß: der unterschätzte Stabilitätsfaktor

Eiweiß ist nicht nur „für Muskelaufbau“. Es hilft auch bei:

Alltagstipp: Baue zu jeder Mahlzeit eine EiweiĂźquelle ein.
Beispiele: Joghurt/Topfen, Eier, Hülsenfrüchte, Fisch, mageres Fleisch, Tofu/Tempeh, Käse, Proteindrinks (wenn’s schnell gehen muss).

Ballaststoffe: die „Fasten-Helfer“ für Darm & Sättigung

Ballaststoffe:

Top-Quellen: GemĂĽse, HĂĽlsenfrĂĽchte, Vollkorn, Beeren, Leinsamen/Chiasamen.

Gesunde Fette: fĂĽr Hormone, Gehirn und lange Energie

Gerade, wenn du Zucker reduzierst, sind gute Fette dein Freund:

Mikronährstoffe: die kleinen Dinge mit großer Wirkung

Wenn Menschen in der Fastenzeit „einfach weniger“ essen, passieren oft unbemerkt Defizite – nicht dramatisch über Nacht, aber spürbar über Wochen.

Achte besonders auf:

Kein Stress: Du musst nicht alles zählen. Aber du kannst dich fragen:

„Ist mein Essen bunt, frisch und abwechslungsreich – oder eher beige?“

FlĂĽssigkeit & Elektrolyte

Gerade, wenn du weniger Zucker isst oder Intervallfasten probierst:

Viele „Hunger“-Gefühle sind in Wahrheit: Durst oder Stress.


Fasten & Training: Wie du dich nicht ausbremst

Wenn du in der Fastenzeit trainierst (z. B. bei Mrs.Sporty), ist das großartig – denn Bewegung stabilisiert:

Aber: Fasten + Training braucht eine kleine Anpassung, damit du dich nicht leer trainierst.

Wenn du Zucker reduzierst

Das Training kann sich in den ersten Tagen „zäher“ anfühlen. Das ist normal.
Dann helfen:

Das wichtigste Trainingsprinzip in der Fastenzeit:

Kontinuität vor Intensität.

Lieber regelmäßig 2–3 Einheiten pro Woche, als einmal „zu hart“ und dann 10 Tage Pause.


„Fasten“ ohne Heißhunger: 7 Regeln, die wirklich helfen

  1. Starte nicht radikal. Reduziere Schritt fĂĽr Schritt.
  2. FrĂĽhstĂĽck/erste Mahlzeit eiweiĂźreich. Das stabilisiert den Tag.
  3. Jede Mahlzeit: Gemüse + Eiweiß + „gute“ Kohlenhydrate oder Fette.
  4. Plan statt BauchgefĂĽhl, wenn du gestresst bist. Stress macht snackig.
  5. Schlaf ist ein Fasten-Booster. Zu wenig Schlaf = mehr Hunger.
  6. Genuss bleibt erlaubt. Sonst kommt der RĂĽckschlag.
  7. Bewegung ist dein Joker. 30 Minuten wirken oft wie ein Reset.

Eine einfache „Fastenzeit-Challenge“ (ohne Druck)

Wenn du gern einen roten Faden hast, probier diese 4-Wochen-Struktur:

Woche 1: Zucker & Snacks reduzieren

Woche 2: Nährstoffe erhöhen

Woche 3: Essensrhythmus stabilisieren

Woche 4: Bewegung & Energie

Du musst nicht alles auf einmal schaffen.
Aber du darfst beobachten: Was macht dich wacher, stabiler, ruhiger?


Fastenzeit ist auch Kopf-Sache

Fasten gelingt nicht dann, wenn du „hart“ bist.
Es gelingt dann, wenn du freundlich und klar mit dir bist.

Hilfreiche Sätze:

Denn auch das ist Fasten: weniger Druck, mehr Bewusstsein.


Fazit: Fastenzeit = Reset – aber mit Nährstoffen

Fasten kann ein wunderschöner Neustart sein. Nicht als Kampf, sondern als Einladung:

Wenn du dabei Nährstoffe in den Mittelpunkt stellst (statt nur „Verzicht“), wird Fasten nicht zur Durststrecke – sondern zu einer Zeit, in der du dich stabiler, stärker und klarer fühlst.

Und wenn du das mit Bewegung kombinierst, passiert oft das Schönste:
Du merkst, wie viel dein Körper kann – wenn du ihn gut behandelst.