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Der Jo-Jo Effekt traf auch Eva K. aber damit ist jetzt Schluss...

Eva K.

Aller guten Dinge sind 3!

Mein Name ist Eva Kornfeld. Ich bin 43 Jahre.

Eigentlich war ich immer mollig.

Mit 15 Jahren hatte ich kurzfristig mein Normalgewicht von 71 kg bei 171 cm. Aber auch nur, weil mein Vater mich wöchentlich abwog und wir die Vereinbarung getroffen hatten, ich bekomme 10 Schilling pro Kilo unter 71 kg und er bekommt 10 Schilling pro Kilo über dem Sollgewicht.

Nach Beendigung dieser Kontrolle seitens meines Vaters stieg mein Gewicht ständig an. Zur Matura hatte ich 80 kg, weil ich pro Tag 30 dag Schokolade vernichtete, um mit dem Stress besser klar zu kommen. Bei den Diplomprüfungen zur Physiotherapeutin wurden wieder Mengen an Schokolade verdrückt und die Waage zeigte 85 kg.

Mit 25 Jahren lernte ich meinen jetzigen Mann kennen. Zur Hochzeit mit 27 Jahren verhalf mir eine der vielen Diäten zu 80 kg, die spätestens nach der Hochzeitsreise wieder oben waren. Mit 29 Jahren wurde ich schwanger und hatte den Irrglauben, für zwei essen zu müssen und so wog ich vor der Entbindung meines Sohnes 98 kg. Danach blieben 90 kg “über”.

Der Job als leitende Physiotherapeutin in Verbindung mit Mann und Kind war nerven-aufreibend und es blieb wenig Zeit für mich. Schokolade hielt wieder einmal her um mich zu trösten, zu belohnen oder als leckere Mahlzeit, wenn keine Zeit zum Essen blieb.

Mit 94 kg besuchte ich zum 1. Mal einen WeightWatchers® Kurs. Ich ging genau einmal hin, holte mir die Unterlagen und dachte: “Das machst Du alleine!” Jedoch nach einer Woche waren die Unterlagen bei den anderen Diätbüchern eingeordnet. Allerdings ungelesen im Bücherregal helfen selbst die besten Ideen reichlich wenig.

Nachdem ich das tat was ich immer tat, erntete ich auch das was ich immer erntete, nämlich stetige Gewichtszunahme. Ich hatte seltsame Strategien entwickelt, um mich vor der Wahrheit meines dicken Selbst zu bewahren. Die Grundfarbe meiner Kleidung war schwarz - denn schwarz macht schlank. Auf Fotos in der Gruppe war die letzte Reihe von Vorteil - da sieht man nur den Kopf. Zu Hause vor dem Spiegel wurde schon automatisch eine vorteilhafte Körperhaltung eingenommen - auf Zehenspitzen stehend, leicht schräg mit eingezogenem Bauch.

Im August 2008 zeigte die Waage schließlich 106 kg und ich trug Kleidergröße 52.

Die 100 kg Grenze hatte ich nicht bemerkt, denn die Waage war zu meinem Feind geworden und so hatte ich sie nicht mehr benützt. In dieser Zeit begann ich mit einem neuen Hobby, nämlich Bauchtanzen. Im Tanzstudio ist eine Wandseite komplett verspiegelt. Beim Erlernen neuer Tanzschritte/Bewegungen ist es nicht immer möglich den Bauch einzuziehen und plötzlich sah ich mich im Augenwinkel von der Seite im Spiegel und erschrak. So dick hatte ich mich einfach nie wahrgenommen. Auslagen mied ich, denn ich wollte weder mich im Spiegelbild noch Kleidung in den Auslagen sehen, welche es nicht in meiner Größe gab. Ich hasste auch die spöttischen oder mitleidigen Blicke der Verkäuferinnen kombiniert mit dem Satz: “Na in ihrer Größe gibt es dieses Modell aber nicht / Dieses Modell gibt es nur bis Größe 44 - gnädige Frau!”. Die Mode für “Mollige” sieht meistens eher aus wie ein unförmiges Zelt mit Öffnungen für Kopf, Arme oder Beine.

Ich sehnte mich nach meiner Figur im Hochzeitskleid zurück, danach wieder Kleidung in Konfektionsgröße 42 tragen zu können. Eine einwöchige Magendarmgrippe zwang mich 3 kg abzunehmen. Da kam passend ein An-ruf einer Freundin. Sie lud mich ein, zum WeightWatchers® Kurs mitzugehen und ich dachte mir, jetzt habe ich eine Woche kaum gegessen, also müsse es doch machbar sein, sich einzuschränken.

So ging ich im September 2008 zum 2. Mal zu den WeightWatchers® im Hansonzentrum in Wien.

Es war gar nicht schwierig. Ich stand wieder wöchentlich auf der Waage - wie damals mit meinem Vater, unsere Kursleiterin Fr. Kamper ist eine amüsante Trainerin und ich freute mich sogar wöchentlich auf den Kurs und auf das Treffen mit meiner Freundin.

Im April 2009 hatte ich meine 85 kg. Ich hatte nun ca. mein Hochzeitsgewicht, meine Freundin beendete den Kurs und ich hatte was ich wollte.

Die Eissalons sperrten auf und ich fiel wieder in die alte Falle. Essen als Belohnung, denn ich hatte ja so viel abgenommen! Ich hatte WeightWatchers® als Diät betrachtet - welch ein Irrtum. Es kam wieder Stress und die alte Verhaltensweise, nämlich ihn mit Schokolade zu bekämpfen.

So wog ich im Oktober 2010 wieder 98 kg und ärgerte mich mächtig darüber. Es fiel mir ein Buch in die Hände mit dem Titel “Denke nach und werde schlank“. Ein Psychologe erläutert darin die Hintergründe von Essstörungen. Ich entdeckte einige Verhaltensmuster bei mir wieder. Essen war für mich nicht Nahrungsaufnahme, um meinen Körper mit dringend benötigten Nährstoffen zu versorgen. Ich benützte Schokolade als Belohnung, wenn ich das subjektive Gefühl hatte, nicht genug Anerkennung zu erhalten, als Trost wenn etwas mal nicht so lief wie ich es als Perfektionistin von mir selbst erwartet hatte, oder als Ärgervertreiber wenn ich wieder einmal zu Dingen ja gesagt hatte, bei denen es von vornherein klüger gewesen wäre gleich nein zu sagen.

Am 19. Oktober 2010, ein Monat vor meinem 43. Geburtstag stand ich zum 3. Mal vor meiner Kursleiterin. Sie hat mich willkommen geheißen und ermutigt dran zu bleiben. Gleichzeitig war mir klar geworden, ich mache es nur für mich, für meine Gesundheit, mein Wohlbefinden und meine Zufriedenheit mit mir selbst. Ich bin für mich verantwortlich, ich muss lernen nein zu sagen, um nicht nachher über den Ärger zur Schokolade zu greifen. Und plötzlich war es mir auch möglich alleine, ohne Freundin den Weg zum WeightWatchers® Kurs zu finden. Ich machte auch nicht mehr den Fehler immer nur das Gleiche zu essen, um es beim Punktezählen einfacher zu haben. Weiters deckte ich mich mit allen WeightWatchers® Kochbüchern ein, sowie mit verschiedenen Gewürzmischungen, um neue Gerichte mit unterschiedlichem Geschmack zu kochen. Es macht richtig Spaß etwas Neues auszuprobieren. Meine Schokoladesucht bekam ich mit dem WeightWatchers® Schokotraum in den Griff. 1-2 Stück davon pro Tag esse ich nach wie vor. Selbst für den Sommer habe ich mich mit den Schokotalern eingedeckt. 1 Stück Schokotraum ist so befriedigend wie eine ganze Tafel Schokolade. Auch der Leichtkakao von Schärdinger und der Schokopudding von Optiwell sind hilfreich, die Milchportionen für Naschkatzen in den Griff zu bekommen. Ich habe meine Ernährung also umgestellt.

Zu Silvester 2010 passte ich wieder in mein Hochzeitskleid und ich freute mich darüber wie ein kleines Kind.

Im Februar 2011 hatte ich dann 80 kg und die Abnahme verlangsamte sich.

Bis dahin hatte ich Sport eher vermieden, obwohl unsere Kursleiterin uns immer ermutigt hatte, etwas zu tun - nach dem Motto besser schlank und straff als schlank und schlaff. Nicht, dass ich nicht genau weiß was zu tun ist, um einen durchtrainierten Körper zu bekommen, aber mein innerer Schweinehund war sehr mächtig. Eineinhalb Stunden Bauchtanzen pro Woche war eben zu wenig. Ein kritischer Blick in den Spiegel zeigte meinen Körper - na ja - eher sehr schlaff. Nachdem ich meine überschüssige Haut nicht ablegen konnte und ich nichts davon halte, mit dem Skalpell nachhelfen zu lassen, sagte ich zu mir: “Eva du kommst nicht darum rum Sport zu treiben”.

Ein Schnuppertraining bei Mrs.Sporty in Himberg schien mir eine umsetzbare Möglichkeit. Mein Mann unterstützte mich sofort und ich begann 3x/Woche eine ½ Stunde zu trainieren. Das Training ist abwechslungsreich und leicht im Terminkalender unterzubringen. Als ich die raschen Veränderungen, die das Training bewirkten und die vielen Komplimente erntete, war ich richtig stolz auf mich.

Zur Zeit gehe ich 6x/Woche zu Mrs.Sporty® in Himberg trainieren und wer hätte gedacht, dass es mir auch noch Spaß macht.

Mein Erfolg zeigte sich auch beim Sammeln von Sternen und im Erreichen meines Zielgewichtes von 73 kg.  In der Erhaltungsphase packte mich der Ehrgeiz und ich wollte wieder 71 kg wie damals als Teenager.

Jetzt habe ich meine 71 kg und trage Kleidergröße 40.

Ich freue mich über jede Auslage in der ich mich heimlich betrachte und mich über mein Aussehen freue. So glücklich hat mich keine Tafel Schokolade gemacht. Ich weiß auch, dass ich die Dauermitgliedschaft bei WeightWatchers®, die ich am 3.7.2011 erhielt dazu nützen werde, um mich wöchentlich auf der Waage wiederzufinden, denn ich brauche die Kontrolle - das gestehe ich mir jetzt ein.

Aller guten Dinge sind 3, also will ich es dabei belassen.

Am Schluss noch ein großes Dankeschön an alle meine Wegbegleiter, die mich unterstützt haben, meine Familie, meine Freundinnen und die Mitarbeiterinnen von WeightWatchers® und Mrs.Sporty®, die immer aufbauende Worte mit auf den Weg geben.

Ich wünsche allen Mut und Durchhaltevermögen, die den Weg noch vor sich haben. Es ist möglich mit WeightWatchers® und Mrs.Sporty® ein neues Ich zu finden und zu genießen - also los! Auf was wartet Ihr noch?

 

Liebe Eva, niemand im Club würde auf die Idee kommen, dass du vor kurzem noch unsportlich warst. Wir beobachten immer wieder neidische Blicke auf dich, v.a. wenn du mit dem Schwingstab und dem Wackelbrett trainierst. Deine Körperbeherrschung und deine konzentrierte, bewusste Art zu trainieren, sind für viele nachahmenswert. Wir haben grossen Respekt vor deiner Leistung und gratulieren dir.

Du bist ein tolles Vorbild für unsere Mitglieder, die, egal mit welchen persönlichen Zielen sie zu uns kommen, ebenso immer wieder mit ihrem inneren Schweinehund kämpfen müssen. Deine Geschichte zeigt, dass „frau“ mehr Lebensqualität mit einer Ernährungsumstellung und regelmäßigem Sport erreichen kann und dass man trotz Rückschlägen das Ziel nicht aus den Augen verlieren sollte.

Wir wünschen dir für deine weitere Zukunft weiterhin den Ehrgeiz und die Konsequenz und freuen uns, dich weiterhin 6x/Woche bei uns begrüßen zu dürfen - und du weißt als Physiotherapeutin, dass 3x/Woche regelmäßiges Training auch ausreichend wären :-).

Dein Mrs.Sporty Team - Eva, Regine und Marion

31. August 2011
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