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Die heilende Kraft des Sports

Myokine

 

 

Die heilende Kraft des Sports - wie Muskelbotenstoffe als Jungbrunnen wirken und Krankheiten bekämpfen

Myokine (hormonähnliche Botenstoffe) werden bei Bewegung und Kontraktion der Muskulatur ausgeschüttet. Diese Botenstoffe beeinflussen unseren gesamten Organismus und besitzen sogar heilende Kräfte. Vor allem das Myokin „Interleukin-6“, IL-6 genannt beeinflusst Gehirn, Herz, Leber, Fettgewebe und Blutgefäße. Durch Bewegung von Muskeln gelangen diese Myokine ins Blut und greifen direkt in unseren Organismus ein. Dieses IL-6 ist ein entzündungshemmender Stoff, den jede Muskelfaser massenweise herstellt. Die Werte steigen beim Sport um das Hundertfache im Blut an.

 

 

Diese Botenstoffe:
- unterstützen den Fett – und Knochenstoffwechsel
- wirken entzündungshemmend und neuroregenerativ
- stärken die psychische Stabilität
- können sogar Krebs vorbeugen
- verhindern die krankmachende Wirkung des Bauchfettes
- regen die Zellen des zentralen Nervensystems zur Regeneration an
- steigern die Anzahl der Nervenimpulse und die Lernfähigkeit
- spielen eine wichtige Rolle bei der Prävention von Depressionen

So senkt regelmäßiger Sport das Brust – und Darmkrebsrisiko um bis zu 30%.

Interleukin-6 stärkt das gesamte Immunsystem, wenn es bei intensiven Sport aus den Muskeln in die Blutbahn abgegeben wird. Bei längerer Inaktivität entstehen Entzündungsvorgänge im Körper, was zum Beispiel zu Insulinresistenz und damit zu Diabetes oder Arteriosklerose – und damit Herzinfarktgefahr -  führen kann.

Der durch Muskelkontraktionen ausgeschüttete Myokin-Cocktail beim Kraftsport gilt mittlerweile auch bei Internisten als Möglichkeit, Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen schneller auf den Weg der Besserung zu führen, nämlich durch gezieltes und kontrolliertes Muskeltraining – neue Gefäße entstehen und lässt Blut besser fließen. Auch bei chronisch entzündlichen Rheumaleiden ist dieses Training zu empfehlen.

Bei der Prävention und Behandlung von Typ-2-Diabetes kommt Kraftsport eine Art „medikamentöse“ Wirkung zu. Der Muskel nimmt Glukose (Einfachzucker) auf und senkt auf diese Weise den Blutzucker-spiegel messbar. Zudem wird die Umwandlung von weißem Fett (gilt als gesundheits-gefährdend) in braunes („gesundes“) Fett gefördert.

Um in den Nutzen der Myokine zu gelangen, ist lebenslange Bewegung, und zwar im Ausdauer- wie im Kraftbereich vonnöten. Allerdings kann in jedem Alter begonnen werden.

Prof. Klarlund Pedersen: “Nach einem intensiven Training steigt der IL-6 zunächst stark an und bleibt dann über viele Stunden lang erhöht. Man sollte den Wert nie über längere Zeit sinken lassen.“ Sie ist überzeugt, dass nur echte Bewegung in all seinen Facetten alle gesundheitlichen Effekte bringt.

Drum: Starten Sie jetzt

Wieviel Sport ist nötig?
 - Zwei- bis dreimal pro Woche 45 Minuten Ausdauertraining (z.B.: Laufen, Nordic Walken, Radfahren)
- Drei- bis fünfmal pro Woche 30 Minuten intensive Bewegung/Muskeltraining - z.B. bei Mrs.Sporty
- 150 Minuten mit mittlerer Intensität in Abwechslung mit 75 Minuten in höherer Intensität

20. April 2017
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